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Die antike Glanzzeit Roms war längst vorüber und die Stadt im Niedergang begriffen da entwickelte sich eine neue Macht in Rom, die der Stadt wieder Ruhm und Ehre versprach.

Das Papsttum übernahm nach und nach sämtliche Kontrollfunktionen in der Stadt und machte Rom zu einem der wichtigsten Walfahrtsorte in der Welt. Rom stand damit auf einer Linie mit den bedeutendsten Walfahrtorten der Welt Jerusalem und Santiago de Compostela.

Im Jahr 800 erstrahlte Rom einmal mehr in prachtvollem Glanz als Papst Leo II Karl den Großen zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches erklärte. Die Stadt erlebte weiterhin viele Eroberungsversuche konnte sich aber erwehren auch gegen den Ansturm muslimischer Araber konnte die Stadt sich souverän halten und nur Randgebiete wurden geplündert. Rom, das inzwischen zum Mittelpunkt der katholischen Kirche aufgestiegen war, versprach seinen Pilgern besondere Ablässe und Gnaden gerade dann, wenn sie in den Heiligen Jahren in die Stadt pilgerten.

Alle 50 Jahre wurde ein sogenanntes Jubeljahr ausgerufen das Pilgern besondere Gnade erweisen würde. Von dieser Tradition stammt der Ausspruch „alle Jubeljahre einmal“, der den Seltenheitswert einer Sache zum Ausdruck bringen soll.

Das Grab des Apostels Paulus, der nach dem großen Brand der Stadt unter Kaiser Nero hingerichtet wurde, wurde von der katholisch römischen Kirche in Rom vermutet und zog viele Pilger aus der ganzen Welt an. Ebenfalls in Rom vermutet wurde zu dieser Zeit das Grab Simon Petrus, der zusammen mit dem Apostel Paulus begraben worden sein soll.

Die heiligen Stätten der Kirche und der damit unversiegbare Strom an Pilgern brachten der Stadt eine enorme Einnahmequelle und trugen dazu bei das Rom zu neuer wirtschaftlicher Qualität kam. Dieser wirtschaftliche Aufstieg der Stadt schlug sich in zahlreichen wunderschönen Bauwerken nieder wie etwa dem gigantische Petersdom.
Dieser wirtschaftliche Aufstieg wurde jedoch empfindlich gestört durch das Sacco di Roma- die Plünderung Roms. Söldnertruppen von Karl V. plünderten die Stadt empfindlich am 6. Mai 1527.
Die Stadt war jedoch inzwischen stark genug, um auch diesen Rückschlag zu verdauen und den Weg in eine neue Zukunft fortzusetzen.
Die Wirren vom Mittelalter mit all seinen dunklen Begleiterscheinungen wie zum Beispiel der Inquisition gingen auch an der Stadt des Papstes nicht spurlos vorbei.


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