Am 26. Januar 1871 brach erneut eine neue Ära für Rom an. Die Stadt wurde formell zur Hauptstadt Italiens.
Das Ende des Kirchenstaates bedeutete einen Neuanfang für Rom. Das Königreich Italien war nun die neue Macht in Rom.
Das Risorgimento unter Giuseppe Garibaldi erzwang die Niederlage des Kirchenstaates und brachte Rom die Würde als neue Hauptstadt der Monarchie Italien. Das Risorgimento war eine soziale Bewegung, die die Einigung Italiens zum Ziel hatte.
Zwischen den Jahren 1815 und 1870 versuchte die Bewegung, die schwierige Einigung der unabhängigen Fürstentümer auf italienischem Grund und Boden zu erreichen. Die italienischen Unabhängigkeitskriege gipfelten in der Niederlage des Kirchenstaates und dem Fall seiner Hauptstadt Rom.
Rom war das Symbol Italiens und wurde daher zur neuen Hauptstadt der neuen geeinten italienischen Monarchie. Vittorio Emanuelle II. wird erster König des geeinten Italiens. Viele europäische Staaten verlegten ebenfalls ihre Vertretungen aus der alten italienischen Hauptstadt Florenz nach Rom.
Das Ende der Herrschaft des Kirchenstaates wurde damit faktisch anerkannt. Der Papst behielt seinen Sitz im Vatikan auch nach Ende seines Kirchenstaates. Die neue italienische Regierung regelte in den Garantiegesetzten die Stellung des Papstes jedoch wurden diese Regelungen vom Vatikan nicht anerkannt und er unterhielt keinerlei diplomatische Verbindungen zum neuen Italien.
Dieser schwelende Konflikt ging als Römische Frage in die Geschichtsbücher ein.
Benito Mussolini sollte mit seinen Lateranverträgen diesen Konflikt lösen.
1922 marschierte Benito Mussolini mit seinen faschistischen Anhängern auf Rom. Der Marsch auf Rom brachte Mussolini den Auftrag zur Regierungsbildung des Königs. 1929 beendete Mussolini mit den Lateranverträgen die Römische Frage, indem er die Souveränität des Vatikans als Staat anerkennt und der Vatikan im Gegenzug Rom als italienische Hauptstadt respektiert.
Im Zweiten Weltkrieg bleibt Rom weitestgehend verschont von starken Bombenangriffen, da nach Intervenierung des Papstes die Stadt zur offenen Stadt erklärt wird. Es gelingt durch das Einschreiten des Papstes, eine jahrhundertelang gewachsene Stadt mit all ihren Kulturschätzen vor der Zerstörung zu bewahren. Wieder einmal ist Rom dem drohenden Ende entkommen.
Nachdem Ende des Zweiten Weltkrieges verlässt, der König die Stadt und sein Land und Italien wird zur Republik.
Rom ist die stolze italienische Hauptstadt und zeitgleich der Mittelpunkt der katholischen Welt mit dem Sitz des Vatikans.
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